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Deichpflege

Deichpflege mit Schafen hat über Jahrhunderte eine wichtige Rolle gespielt. Diese Form der Deichpflege ist nicht nur wirtschaftlich, sondern Schafe ermöglichen aufgrund ihrer anatomischen und physiologischen Eigenschaften eine ökologische und erosionshemmende Pflege und dienen damit dem so wichtigen Deichschutz.
Die Schäferei Seebürger pflegt mit ihren diversen Herden über viele Kilometer Deich im Umland.

Der Klauendruck der Schafe kommt umgerechnet einer schweren Walze gleich, die mit etwa 3.000 kg je Meter Arbeitsbreite auf den Boden einwirkt

Der Trippeltritt ersetzt die Wiesenwalze und die Egge. Der natürliche Bodenschluss wird hergestellt, eine geschlossene Vegetationsdecke entwickelt sich. Dies erfüllt eine Hauptforderung des Hochwasserschutzes: Eine dauerhafte, dichte Grasnarbe bei guter Bodenverdichtung („goldener Tritt“)

Durch den Tritt des Schafes werden Mauselöcher, Maulwurfsgänge u.a. zugetreten und entsprechenden Schädigungen entgegengewirkt. Dem flutenden Wasser werden damit wesentliche Angriffspunkte am Deich genommen.

Die spezielle Ausbildung des Kopfes und Gebisses bei Schafen und Ziegen erlauben nicht nur ein selektives Fressen bis zum Pflanzengrund, sondern auch die Reduzierung nicht gewollter Pflanzenarten (landläufig „eiserner Zahn“ genannt.).

Die Kombination von Schafen mit einigen Ziegen, wie in den Herden der Schäferei Seebürger, wirkt zudem noch der Verbuschung entgegen, die bei Hochwässern unter anderem strudelverursachend sein kann.

(Textpassagen aus dem Positionspapier des Arbeitskreises Biosphären Flusslandschaft Elbe)

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